Armut gefährdet die Demokratie
Geschrieben von: Dagmar Sall-May Sonntag, den 14. März 2010 um 12:27 Uhr
| Beitragsseiten |
|---|
| Armut gefährdet die Demokratie |
| Seite 2 |
| Alle Seiten |
Armut gefährdet die Demokratie,
diese Gedanken gingen mir gerade heute am frühen Morgen wieder durch den Kopf.
Ich dachte mir, da solltest Du doch mal..
Ich dachte mir, da solltest Du doch mal zu googlen. Und siehe da, da hat schon ein schlauer Kopf genau zu diesem Thema einen Artikel geschrieben. Der in der FR-Online veröffentlich wurde.
Da fühlt man sich plötzlich nicht mehr so alleine, denn der Mann der es schrieb wird ja als Experte anerkannt. Dann müssen sie ja wohl stimmen, meine Jahrelangen Erfahrungen im Wirtschaftsleben und auch der Politik.
Jeder von uns spürt es, jeder von uns bemerkt es, man kann die Augen nicht davor verschliessen. Es herrscht immer mehr Agressivität, Hoffnungslosigkeit, Gewalt, Angst und mehr in unserer Gesellschaft vor. Jeder sucht dafür eine andere Begründung warum es sich so entwickeln konnte, aber kaum einer ist bereit zu zugeben das der Hauptauslöser in der Angst vor Armut, Perspektivlosigkeit, mangelnden Arbeitsplätzen - kurz und gut in der Wirtschaft liegt.
In Systemen in denen eine Mangelwirtschaft herrschte und herrscht, geht ein soziales, mitmenschliches Miteinander und somit auch die Demokratie immer mehr verloren.
Psychische Gewalt wird als normal erachtet, Menschen in finanziellen Notlagen sind dieser täglich hoffnungslos ausgesetzt. Sie können es ja nicht zeigen, können ja oft nicht beweisen wie man täglich mit ihnen umspringt.
Psychische Gewalt die bei den Betroffenen sich immer mehr und öfter ihren Weg sucht. Wir hatten noch nie soviele Gemütskranke in Deutschland wie zur Zeit. Die kommen nicht von ungefähr. Man kann einem Menschen der berechtigte Zukunftsängste hat nicht damit kommen, er möge sich nicht so anstellen, oder es ginge ja tausenden ebenso schlecht. Denkende Menschen werden auch wissen, das es ihnen eigentlich gar nicht so schlecht gehen müsste. Nämlich dann nicht, wenn man ihnen Möglichkeiten zu einem autarken Leben lassen würde.
Seit Jahren höre ich nun fast jeden Tag von unterschiedlichen Seiten immer die Frage nach dem Warum. Warum wertet man meine Immobilie jetzt aufeinmal ab, und ich muss infolge der nicht mehr vorhandenen Sicherheit sofort den Kredit bedienen? Darauf war der Frager gar nicht eingestellt, seine Existenz war von heute auf Morgen dahin.
Schon klar, wenn über Nacht etwas abgewertet wird und man dann keine anderen Sicherheiten und notwendiges Kapital hat, das man dann sein Haus und seine Existenz verlieren muss. Müsste nicht so sein sagt der Verstand, und tatsächlich kann ein Mensch in einer solchen Situation es nicht fassen, er kann dahinter keine Logik erkennen.
| < Zurück | Weiter > |
|---|
|
Aw: Armut gefährdet die Demokratie
Mar 15 2010 10:57:10 Armut, Geldmangel ruhig und gelassen hinnehmen?
Das hört man fast überall. Wer mahnt da zu der Ruhe und Gelassenheit? Die, die noch genug haben, die sich nicht den Kopf zerbrechen müssen wie es morgen und überhaupt in Zukunft weiter geht? Gestern rief mich ein Leiter einer Tafel an, die bekommen ab heute keine Wurst mehr. Die wissen gerade nicht wie sie das ein paar hunderten von Leuten klar machen können. Warum ist man nicht bereit sich den Tatsachen zu stellen, und sie ins Positive zu verändern? Wer oder was hindert da wen? Das man über vermeidbare Armut, Krankheiten, Perspektivlosigkeit, berechtigte Zukunftsängest auch noch diskutieren muss, das ist ein Armutszeugnis für eine demokratische Gesellschaft. Ewige Bildungsdiskussionen ohne Angaben wo die Arbeitsplätze künftig sein sollen, für diese gebildeten Menschen. Ja waren wir denn ungebildet, nur weil wir kein Internet und keine Computer hatten? Wozu brauchte ein z. B. Handwerker denn ein Abitur? Wir Hauptschüler waren auch nicht blöd. Wir hatten aber noch ganz andere Möglichkeiten. Z. B. auch über die Jobvermittlungen der damaligen Arbeitsämter. Zeitarbeitsfirmen hatten es damals nicht so einfach. Die Jobvermittlungen waren in der Lage gute Arbeit zu leisten. Wieso soll das z. B. heute nicht mehr möglich sein? Wie so vieles andere sich eben auch mehr als nur verschlechtert hat? Jetzt wäre es wirklich mal mehr als nur höchste Zeit, ganz transparent aufzuzeigen wieviele Arbeitsplätze und wo zu besetzen sind. Dem gegenüber müssen wir die reale Zahl aller Arbeitslosen stellen, auch denen die sich z. B. zur Zeit in Maßnahmen befinden. Dann haben wir wenigstens mal eine erste, klare Inventur gemacht, oder? Den tatsächlichen Istzustand, den erwartet man ja auch von jedem Selbständigen. Nur so kann man dann weiter arbeiten, disponieren und lenken. PS. Und ich finde es eine bodenlose Unverschämtheit, Menschen in Not mit Schuldzuweisungen zu kommen. So lösen sich keine Probleme, sondern sie bringen die Betroffenen immer tiefer in diese. Und überhaupt, immer kleinerer Wohnraum infolge von Hartz IV immer tiefer drücken, das geht zu weit und geht m. E. n. gegen jegliche Würde des Menschen und gegen Menschenrechte. Ich kenne auch diese blöden Sprüche, ich hätte zu zahlen und Geld zu haben. Natürlich, ich kann aber nur einnehmen was man mich einnehmen lässt. Und auch nur dann, wenn man mich nicht an der ausübung meiner Arbeit hindert. Hindert in dem man kahlpfändet und nicht zur Einigung bereit ist. Ich muss auch nicht Jahre immer wieder von eine Istanz zur nächsten geschubst werden. Vielen geht das leider so. Natürlich bekommen die anderen dann auch kein Geld mehr, und irgendwann ist man bei Hartz IV. Hallo, GG1 oder Menschenrechte, wo bitte sind die heute in Deutschland noch zu finden? Sind alle die in unnötige Nöte geraten vorher Volltrotel und unfähig gewesen. Nein, ganz bestimmt nicht. Schon mal was von Willkür gehört? |
#819 |
| hackfresse |
Armut gefährdet die Demokratie
Apr 19 2010 15:21:13 Der Krug geht so lange zum Brunnen bis er bricht. Davon ist Deutschland noch weit entfernt. Solange es die Tafel gibt wird keiner nach Berlin gehen und dort demonstrieren. Es ist einfache zur Tafel zu gehen. Hört sich hart an, ist aber ein Teil der Realität. Ich errinnere mich an einen Fall wo ein Mann mit einer Motorsäge ins Arbeitsamt ging und der Dame die ihm das Geld grundlos sperrte den Tisch zersägte. Hätte er das nicht getan, wäre niemand darauf aufmerksam geworden. Erst wenn tausende in berlin vor der Tür stehen und die Ordnungskräfte überfordert sind wird sich erwas ändern. Aber wie gesagtm davon sind wir weit entfernt. Und die Deutschen sind mehr als Leidensfähig wie die deutsche Geschichte eindrucksvoll beweißt. Damals ging man gegen die ganze Welt, heute fängt es langsam wieder mit Afganistan und Irak an. Die Drahtzieher sind wieder die selben, die ihren eigenen Kopf schön raushalten und die ganzen Dummen für eine Ideologie die die Menschen dort garnicht haben wollen ins Feld schicken. Wenn die Menschen dort nicht zufrieden wären, würden sie das selber regeln. Wir müssen das nicht für sie übernehmen wenn wir im eigenen Land nur Probleme haben.
|
#1070 |
Quick Post
Im Forum diskutieren. (6 posts)




